Führung, die verbindet: Im Gespräch mit Sara Körner und Alexandra Sonnleitner
Anlässlich des Weltfrauentags sprechen Sara Körner (Niederlassung Gießen) und Alexandra Sonnleitner (Niederlassung Regensburg) über das, was moderne Führung bei Kieback&Peter ausmacht. Obwohl viele Kilometer zwischen ihren Standorten liegen, teilen sie gemeinsame Blickwinkel: Ein Gespräch über Vertrauen, „Leitplanken“ im Alltag und die Erkenntnis, dass man nicht erst „fertig“ sein muss, um Verantwortung zu übernehmen.
Hallo Sara, hallo Alexandra! Schön, dass ihr euch die Zeit nehmt.
Wenn man euch beide jeweils in einem Satz als Niederlassungsleiterin beschreiben müsste – was wäre dieser Satz?
Sara: Wenn ich mich beschreiben sollte, dann als aufgeschlossen, transparent und konsequent, mit dem Ziel, das Team einzubeziehen und klar zu führen.
Alexandra: Und bei mir wäre es wohl: Jederzeit ansprechbar, flexibel und mittendrin: bei den kleinen Themen im Alltag genauso wie bei der Entwicklung unseres Standorts.
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Ich verstehe gute Führung so, dass Leitplanken Orientierung geben, Vertrauen individuelles Handeln ermöglicht und im Bedarfsfall Unterstützung greifbar ist.
Was bedeutet gute Führung für euch im Alltag?
Alexandra: Gute Führung heißt für mich die eigene Entbehrlichkeit. Das ist vor allem eine Frage der inneren Haltung: Menschen und Teams so zu entwickeln, dass sie selbstständig werden und echte Wirkung entfalten.
Sara: Das sehe ich ähnlich. Ich verstehe gute Führung so, dass Leitplanken Orientierung geben, Vertrauen individuelles Handeln ermöglicht und im Bedarfsfall Unterstützung greifbar ist.
Welche Perspektive(n) ist/sind bei Führung aus eurer Sicht besonders wichtig?
Alexandra: Mir ist wichtig, dass alle verstehen, wie ihre jeweilige Aufgabe zu etwas Größerem beiträgt – für unseren Standort, für unser Team ebenso wie für das ganze Unternehmen.
Sara: Für mich ist besonders wichtig, die individuellen Stärken jedes Einzelnen zu sehen, Gleichheit und Wertschätzung im Team zu schaffen und – wie Alexandra so schön gesagt hat – die Bedeutung jeder einzelnen Rolle zu vermitteln. Jedes Zahnrad ist wichtig!
Wo müssen wir als Branche umdenken, um wirklich zukunftsfähig zu bleiben?
Sara: Für mich bedeutet das vor allem, weg von starren Strukturen zu kommen und stattdessen flexible, agile Prozesse zu etablieren. Dabei ist es mir wichtig, Kreativität und Innovation aktiv zu fördern und eine offene Feedbackkultur zu leben.
Alexandra: Ergänzend dazu behalten wir nur die Nase vorn, wenn wir Technik und Mensch gleich ernst nehmen. Moderne Lösungen nützen wenig, wenn wir nicht gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven bieten.
Als Niederlassungsleiterinnen tragt ihr Verantwortung für Menschen, Projekte und Ergebnisse. Worauf seid ihr in eurer Rolle besonders stolz?
Alexandra: Teil eines Teams zu sein, das wächst, erfolgreich ist und auch dann zusammenhält, wenn es im Tagesgeschäft mal „ruckelt“ – und das Herausforderungen gemeinsam angeht.
Sara: Das kann ich sehr gut bestätigen. Ich bin extrem stolz auf mein Team, das im letzten Jahr besonders gezeigt hat, wie gut wir gemeinsam durch Teamwork auch in schwierigen Zeiten Projekte meistern und wie sehr wir in den vergangenen Jahren zusammengewachsen sind.
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Ich hätte gern früher gewusst, dass man nicht erst „fertig“ sein muss, um Verantwortung zu übernehmen – man wächst Schritt für Schritt hinein.
Viele junge Menschen suchen heute Orientierung im Berufsleben. Was hättet ihr selbst gern früher über Führung oder Verantwortung gewusst?
Alexandra: Da gibt es tatsächlich das ein oder andere.😊 Ich hätte gern früher gewusst, dass man nicht erst „fertig“ sein muss, um Verantwortung zu übernehmen – man wächst Schritt für Schritt hinein. Verantwortung heißt nicht, immer alles im Griff zu haben, sondern Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen.
Sara: Genau, das ist ein wichtiger Punkt. Ich hätte auch gern früher verinnerlicht, dass Führung nicht bedeutet, alles kontrollieren zu müssen oder immer sofort eine fertige Lösung parat zu haben. Entscheidend ist, Vertrauen zu schaffen, Orientierung zu geben und dadurch das Team zu stärken und Verantwortung gemeinsam zu tragen.
Alexandra: Am Ende habe ich gelernt: Gute Führung hat weniger mit perfekten Antworten zu tun – und deutlich mehr mit guten Fragen und echtem Zuhören.
Wenn wir in fünf Jahren auf Kieback&Peter und unsere Niederlassungen blicken: Was sollte sich aus eurer Sicht weiterentwickelt haben – fachlich oder kulturell?
Sara: Ich wünsche mir, dass wir unsere Vernetzung immer weiter stärken, damit wir vorhandene Kompetenzen noch schneller und gezielter einsetzen können. Gleichzeitig hoffe ich auf eine Kultur, in der Veränderung als Chance gesehen und nicht kritisch betrachtet wird.
Alexandra: Fachlich müssen wir immer anpassungsfähig bleiben.
Kulturell wünsche ich mir, dass vielfältige Teams – auch in Führung – ganz selbstverständlich sind, nicht erklärt werden müssen und als Stärke verstanden werden. Das macht uns auch für junge Menschen glaubwürdig und attraktiv.