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Berlin

Junge Talente an der Schnittstelle zwischen Produkt und Prozess

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Der Mix aus der Arbeit am Computer und den Tätigkeiten in der Produktion machen eine Ausbildung bei Kieback&Peter so spannend. © Shutterstock

Jan Schreiber (20) macht eine Ausbildung zum Produktionstechnologen. Dabei lernt er in eigenen Projekten alles über Produktionsprozesse und wie diese optimiert werden können.

Ausbildung 2021

Die Kieback&Peter Familie sucht neue Mitglieder. Hier ein kleiner Vorgeschmack, was Euch bei uns erwartet!

Ausbildung in unterschiedlichen Abteilungen

Es sei der Mix aus der Arbeit am Computer und den Tätigkeiten in der Produktion, die seinen Beruf so spannend machen, fasst Jan Schreiber zusammen. „Auch das Planen und Vorbereiten von Produktionsabläufen gefällt mir richtig gut.“ Der angehende Produktionstechnologe absolviert seine Ausbildung in Mittenwalde (Brandenburg), bei der Kieback&Peter GmbH & Co. KG. Das international tätige Unternehmen stellt unter anderem Geräte und Systemlösungen für Gebäudeautomationen her. Dass er dort einmal landen wird, war dem 20-Jährigen vor drei Jahren noch nicht klar. Bevor er sich auf die Ausbildung bewarb, hatte er von dem Beruf des Produktionstechnologen noch nie etwas gehört. Aber die beschriebenen Tätigkeiten passten perfekt zu seinem technischen Interesse sowie seinem Wunsch, nach der Schule etwas Praktisches zu erlernen.

Inzwischen hat Jan Schreiber mehrere Abteilungen durchlaufen. In der Qualitätsabteilung lernte er zum Beispiel Normen kennen, die für die Fertigung gebraucht werden. „Danach war ich in der Werkstatt, weil man als Produktionstechnologe auch handwerklich fit sein muss“, erzählt er. Nach weiteren Stationen, unter anderem in der Produktion, wird er aktuell vor allem bei der Arbeitsvorbereitung eingesetzt. Dort schreibt Jan Schreiber Arbeitsanweisungen, die bei der Produktion für reproduzierbare Prozesse sowie für ein immer gleiches Ergebnis der Arbeit sorgen sollen, damit die gefertigten Teile die immer gleich hohe Qualität aufweisen. Außerdem ist er dafür zuständig, Arbeitsplätze von Produktionsmitarbeiter*innen einzurichten und dabei verschiedene Aspekte wie etwa die Ergonomie zu beachten.

Berufsschule im Blockunterricht

Neben der betrieblichen Ausbildung besucht der 20-Jährige mehrmals im Jahr für jeweils zwei bis drei Wochen die Berufsschule im thüringischen Ilmenau. Für die Fahrtkosten erhält er einen Zuschuss von seinem Arbeitgeber, untergebracht ist er im benachbarten Jugendwohnheim. Die Berufsschulzeit ist für Jan Schreiber eine nette Abwechslung: „Ich finde das ganz schön, weil man zusammen mit seinen Klassenkameraden lernen kann. Und man hat einfach eine gute Zeit.“ Der Lernstoff selbst wird nicht nach klassischen Unterrichtsfächern sondern über Lernfelder vermittelt. Darunter fallen zum Beispiel „Herstellen mechanischer Komponenten im Produktionsprozess“, „Analysieren elektrischer Komponenten von Produktionsmitteln“, „Auftragsanalyse und Projektmanagement“ oder „Nutzen von IT- Systemen.“ So haben die Auszubildenden gleich einen direkten Praxisbezug.

Erste eigene Projekte

In den ersten zwei Jahren seiner Ausbildung durfte Jan Schreiber bereits erste Projekte alleine managen. Zum Beispiel sollte er Bauteile einer Produktionsabteilung in ein sogenanntes Shuttlesystem – ein automatisches Kleinteilelagersystem – einpflegen und umlagern. Dafür richtete er ein Planungssystem ein, wies zunächst allen Artikeln in dem System einen neuen Lagerplatz zu und sortierte anschließend die Bauteile selbst am neuen Lagerort ein. Zunächst waren solche Projekte eine große Herausforderung für den 20-Jährigen: Aufgaben verteilen, Zeitpläne einhalten, Abläufe beachten, die man noch nicht so gut kennt, das sei anfangs doch schwierig gewesen. „Aber mit der Zeit bekommt man seine eigene Routine“, resümiert Jan Schreiber.

Der Job macht ihm nach wie vor viel Spaß. Er schätzt vor allem die Arbeit im Team, den Austausch mit den Mitarbeiter*innen sowie das Feedback, das er zu seinen Vorschlägen und Ideen bekommt: „Und wenn man ein Projekt fertiggestellt hat, ist es schön, dass man ein Ergebnis sieht.“

Zum Ende des zweiten Lehrjahres hat Jan Schreiber bereits den ersten Teil der sogenannten „gestreckten Abschlussprüfung“ absolviert. Sein Ergebnis geht zu 35 Prozent in die Endnote ein. „Später gibt es die Möglichkeit, noch ein Studium dranzuhängen oder Weiterbildungen zu machen.“ Nach der Ausbildung will der angehende Produktionstechnologe erst einmal Arbeitserfahrung sammeln. Bei erfolgreichem Abschluss hat ihm Kieback&Peter bereits die befristete Übernahme in ein Arbeitsverhältnis zugesichert.

Wir bilden aus!

Du bist technisch und handwerklich fit und möchtest mehr über Deine Einstiegsmöglichkeiten bei Kieback&Peter erfahren? Dann nimm mit uns Kontakt auf – wir freuen uns auf Dich!

Azubis aufgepasst

So kann ein Arbeitstag aussehen

Ausbildung zum Produktionstechnologen

7 Uhr

Als erstes legt Jan Schreiber seine Arbeitskleidung an. Dazu gehören unter anderem Arbeitssicherheitsschuhe, die er auf ihre elektrostatische Entladung prüft. Da der Auszubildende mit elektronischen und elektromagnetischen Bauteilen arbeitet, ist diese Prüfung extrem wichtig, denn bei einer unabsichtlichen Entladung können die Bauteile zerstört oder beeinträchtigt werden.

7.10 Uhr

An seinem Arbeitsplatz im Büro checkt er zuerst seine E-Mails. Heute hat er unter anderem eine Anfrage von einem Produktionsmitarbeiter und ändert entsprechend einige Daten im Planungssystem.

8.30 Uhr

Vor der ersten Besprechung bleibt Jan Schreiber noch Zeit, um sich am Computer weiter um seine eigenen Projekte zu kümmern. Die Fragen, die dabei auftauchen, nimmt er ins Meeting mit.

10 Uhr

Im Teammeeting geht es um die unterschiedlichen Projekte und Aufgaben, zum Beispiel wie Arbeitsanweisungen formuliert werden müssen, wenn ein neues Produkt eingeführt wird. Auch die aktuellen eigenen Projekte des Auszubildenden werden besprochen.

12 Uhr

Mittagspause.

12.30 Uhr

Jan Schreiber ist jetzt in den unterschiedlichen Abteilungen unterwegs. Im Austausch mit dem Produktionsmitarbeiter, dessen E-Mail er am Morgen gelesen hat, erfährt er, wo es Verbesserungsbedarf in den Produktionsabläufen gibt. Er bespricht, welche Änderungen möglich sind. Dabei macht er sich Notizen und hält seine Ideen fest.

14 Uhr

Jan Schreiber kehrt zurück an seinen Schreibtisch und arbeitet bis zum Ende seines Arbeitstages an seinen eigenen Projekten weiter. Er wertet seine Notizen vom Gespräch mit dem Produktionsmitarbeiter aus, überlegt sich Lösungen und plant die nächsten Schritte, um den Produktionsablauf weiter zu optimieren.

15 Uhr

Jan Schreiber hat Feierabend.

 

Dieser Artikel erschien am 17. September 2020 auf abi.de, dem Berufsinformationsportal der Bundesagentur für Arbeit.