Leitzentrale Fernheizwerk Ratingen
Die Zentrale der Stadtwerke Ratingen © Stadtwerke Ratingen

Die Stadtwerke Ratingen betreuen das ausgedehnte Fernwärmenetz der Stadt. Von der Leitzentrale in Ratingen-West aus managen sie ein Blockheizkraftwerk mit vier Kesseln sowie sieben Außengewerke, die unter anderem zwei städtische Schulzentren mit Wärme versorgen.

Kieback&Peter macht dies mit einer digitalen Lösung möglich: Die Überwachung und Steuerung erfolgt seit 2015 über ein Gebäudemanagement-System, das Mitarbeiter von der Leitzentrale aus über einen 60-Zoll-Touchscreen bedienen. Seit 2017 ist die gesamte GLT in einem Rechenzentrum virtualisiert.

Digitalisierung der Leitzentrale

Bislang steuerten die Mitarbeiter der Stadtwerke Ratingen alle Anlagen über einzelne Schaltschränke. Neben einem Blockheizkraftwerk mit vier Kesseln für das Fernwärmenetz zählen mehrere Außengewerke dazu: Drei kleinere Heizkraftwerke, zwei Schulzentren und zwei weitere Kesselanlagen. Auch die Schalt- und Regelanlage für den Druck der Netzpumpenanlage ist Teil davon. Sie benötigte im selben Zuge eine Modernisierung wie die Temperaturregelung für die Belüftung von Maschinenhalle und Schallhauben der Heizkraftwerke.

Im gesamten System mangelte es an Übersichtlichkeit für die Mitarbeiter und an Effizienz – vor allem mit Hinblick auf die geplante Erweiterung des Fernwärmenetzes der Stadt. Der technische Angestellte der Stadtwerke Ratingen Georg Abraham suchte daher nach einer übersichtlichen und zukunftsfähigen Lösung. Eine Lösung, mit der Mitarbeiter der Stadtwerke alle Betriebszustände der angeschlossenen Anlagen jederzeit und an einem Ort im Blick behalten.

Um das Ziel zu erreichen, entschieden sich die Stadtwerke für eine digitale Lösung: Diese sollte die Gebäudeleittechnik (GLT) zentral visualisieren und steuerbar machen. Mit der Konzeption und Installation beauftragten die Stadtwerke die Niederlassung von Kieback&Peter in Düsseldorf.

Schon 2015 war es geplant, die gesamte GLT der Leitzentrale zu einem späteren Zeitpunkt zu virtualisieren. Mit der Umsetzung befasste sich zwei Jahre später das Team um Projektleiter Ulrich Benighaus (Niederlassung Ruhr von Kieback&Peter).

Visualisierung der Leitzentrale auf einem 60-Zoll-Touchscreen © Stadtwerke Ratingen

Smarte Visualisierung der Steuerung

Bei der Implementierung im Jahr 2015 setzten Aljoscha Weiler und sein Team auf das firmeneigene Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT. Es sammelt und verarbeitet alle Daten der angeschlossenen Gebäude, Kraftwerke und Netzpumpenanlagen. Redundant arbeitende GLT V8-33-Recheneinheiten von Kieback&Peter gewährleisten den sicheren und stabilen Betrieb.

Die modernisierten Außengewerke schalteten die Experten von Kieback&Peter via Modem auf die Recheneinheiten der Leitwarte auf, sodass die Mitarbeiter der Stadtwerke sie zu jeder Zeit im Blick haben. Automationsstationen der Typen DDC3000 und DDC4000 sorgen für eine sichere Überwachung und Regelung der Anlagen.

Die komplette Leitwarte des Systems visualisiert Kieback&Peter auf einem 60-Zoll-Touchscreen. Dieses „Smartboard“ zeigt eine schematische Darstellung aller angeschlossenen Kraftwerke und Gebäude. An das Gebäudemanagement-System sind Rechner und Touchscreen über die Software PHWIN angebunden.

In einem zweiten Schritt virtualisierte Kieback&Peter die komplette GLT in einem Rechenzentrum. Server und Client sind nun an unterschiedlichen Orten untergebracht – ein Kernvorteil der Neutrino-GLT. Bei der Migration Ende 2017 konnten die Stadtwerke Ratingen auf das Experten-Know-how der Niederlassung Ruhr von Kieback&Peter zurückgreifen.

Georg Abraham von den Stadtwerken Ratingen ist begeistert: „Mit der Lösung von Kieback&Peter betreiben wir unsere Anlagen besonders wirtschaftlich und sparen dabei auch noch Energie.“ Seine Kollegen haben nun zum Beispiel die Temperaturen von Klassenräumen im Blick und können diese bedarfsorientiert und energieeffizient steuern.

Die Stadtwerke Ratingen steuern das Fernwärmenetz der Stadt © Stadtwerke Ratingen

Leitzentrale Fernheizwerk, Ratingen – Technik im Überblick:

  • Überwachung, Steuerung und Regelung von Heizkraftwerken und Gebäuden über Automationsstationen DDC3000 und DDC4000 inkl. Fremdaufschaltungen, z.B. BHWKs
  • Monitoring der Anlagen über Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT
  • Redundant arbeitende Recheneinheiten GLT V8-33 für eine sichere Überwachung, Steuerung und Regelung
  • Visualisierung der Leitzentrale auf 60-Zoll-Touchscreen
  • Vorbereitung der Auslagerung der GLT in die Cloud eines Rechenzentrums

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