Spie Europe
Die 400 Beschäftigten können hier zu jeder Tages- und Jahreszeit bei angenehmen Raumtemperaturen arbeiten. © Kieback&Peter

Der weltweit tätige Konzern Spie ist Europas Marktführer für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation. Im französischen Cergy Saint Christophe, nordöstlich von Paris, hat Spie 2017 seinen Hauptsitz neu errichtet. Das Vorzeigeobjekt verbindet moderne Architektur mit ressourceneffizienter Gebäudetechnik. Das ist kein Zufall. Denn Nachhaltigkeit und Verbrauchsminimierung sind Kernanliegen des Unternehmens mit global rund 38.000 Mitarbeitern. Kieback&Peter hat mit smarter Steuerungs- und Regeltechnik maßgeblich zum Erfolg des Projekts beigetragen. Die neue Zentrale von Spie hat prompt vier renommierte Auszeichnungen für nachhaltiges Bauen errungen, die Zertifikate LEEDS, BREAM, BBC und HQE. Viele internationale Gäste besuchen das beispielhafte Zukunftsgebäude. Auch Valerie Pécresse, Präsidentin der Region Paris, war bereits vor Ort.

Gemeinsam zu einem ressourcenschonenden Vorzeigeobjekt

Die neue Konzernzentrale sollte ein Vorzeigeobjekt für technologische Standards der Zukunft werden. Mit diesem Anspruch spornte die Unternehmensführung von Spie alle Gewerke zu Höchstleistungen an. Auch das Team von Kieback&Peter Paris stand vor großen Herausforderungen: Es sollte die komplette Gebäudeautomation für die viergeschossige Hauptverwaltung mit rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche planen und implementieren. 400 Beschäftigte sollen sich hier zu jeder Jahres- und Tageszeit wohlfühlen. Auch die smarte Gebäudeleittechnik mit individueller Vor-Ort-Bedienung sollte ihren Beitrag dazu leisten. Für Kieback&Peter galt es, Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung in einem energie- und ressourceneffizienten Gesamtsystem zusammenzuführen. Um das Maximum an Effizienz zu erreichen, sollten die Spezialisten rund um Niederlassungsleiter Nicolas Krauze die innovativsten Lösungen von Kieback&Peter einsetzen. Sie mussten zudem die umfangreiche Geothermie-Anlage eines Drittanbieters in das digitale System einbinden. Für das Team von Kieback&Peter Paris war es das anspruchsvollste Projekt seit Gründung der Niederlassung.

Die Zentrale von Spie in Cergy Saint Christophe, nordöstlich von Paris
Im Vorzeigeobjekt für technologische Standards der Zukunft arbeitet die Gebäudeautomation von Kieback&Peter. © Kieback&Peter

Energiequelle Geothermie smart eingebunden

„Wir haben sehr viel Zeit auf der Baustelle verbracht“ – darin sieht Niederlassungsleiter Nicolas Krauze von Kieback&Peter Paris den Schlüssel zum pünktlichen und budgetkonformen Erfolg des Großprojekts. Direkt vor Ort konnten die Ingenieure von Kieback&Peter mit den Auftraggebern von Spie die besten Detaillösungen stetig und persönlich abstimmen. Über ein Jahr erstreckte sich die Planungs- und Installationsphase. Ergebnis: Kieback&Peter hat eine Gebäudeautomation implementiert, die alle Anforderungen erfüllt – und darüber hinaus auch für alle Nutzer leicht bedienbar ist.

Im Mittelpunkt der Automation steht das Hochleistungs-Gebäudeleitsystem Neutrino-GLT 7000 von Kieback&Peter. Diese zentrale Monitoring- und Steuerungssoftware arbeitet auf einem Server im Technikraum der Spie-Zentrale und kommuniziert via Verkabelung/IP mit der gesamten Gebäudetechnik. Über die intuitiv verständliche grafische Benutzeroberfläche am PC-Bildschirm können die Facility-Manager sämtliche Parameter aller Anlagenteile komfortabel einsehen und bei Bedarf anpassen. Tritt an einer beliebigen Komponente eine Störung auf – etwa an einer Pumpe im Heizkreislauf – sendet die Neutrino-GLT automatisch eine SMS an den Bereitschaftsdienst. Schnelle Reaktionszeiten sorgen für ein hohes Maß an Betriebssicherheit. Zusätzlich lassen sich mithilfe des Fernzugriffs per PC mit gesicherter Internetverbindung kleinere Störungen unverzüglich und von überall aus beheben.

Zwischen der Software Neutrino-GLT im Technikraum und den Feldgeräten der Anlage sind die Informationsschwerpunkte geschaltet. Sie befinden sich in fünf Elektroschränken. Hier arbeiten leistungsfähige und flexible Controller des Typs DDC4200 von Kieback&Peter. Sie kommunizieren sowohl mit Neutrino-GLT als auch untereinander sowie mit den Feldgeräten an rund 5.000 physikalischen Datenpunkten. Die Feldgeräte sind im gesamten Gebäude verteilt und leisten die eigentliche „Arbeit vor Ort“: Die Sensoren – zum Beispiel Temperaturfühler der Heizung – ermitteln fortlaufend Informationen und senden diese an die DDC-Automationsstationen. Die Aktoren – etwa Klappenantriebe der Lüftungsanlage – führen die Steuerbefehle der DDCs aus.

Der besonders ressourcenschonende Energieeinsatz in der Spie-Zentrale basiert auf zwei Säulen: Einerseits dient Geothermie als erneuerbare Primärenergiequelle für das Gebäude. Grundwasser aus 60 Erdsonden in 99 Metern Tiefe beheizt oder kühlt je nach Bedarf die Fußböden.  Andererseits sorgt die Gebäudeautomation von Kieback&Peter dafür, dass alle integrierten Systeme ihre jeweils geforderte Leistung mit dem geringstmöglichen Energieeinsatz erbringen. Beispielsweise steuert das digitale System die Pumpen der Geothermie-Anlage so, dass diese nur dann Strom verbrauchen, wenn Wärme oder Kälte benötigt werden.

Zum Komfort der Mitarbeiter von Spie tragen die Bedienelemente von Kieback&Peter bei: Licht, Heizung und Klimatisierung lassen sich individuell per Fernbedienung komfortabel und schnell steuern. Nachhaltiger Energieeinsatz plus intelligente Gebäudeautomation ergeben so einen Wohlfühlfaktor, der für jeden Mitarbeiter und Besucher spürbar ist.   

© Kieback&Peter

Spie Europe, Cergy – Technik im Überblick:

  • Integration von Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung in einem System
  • Echtzeit-Monitoring über Gebäudemanagement-Software Neutrino-GLT 7000
  • Weltstandard BACnet für Kommunikation auf der Management- und Automationsebene                                   
  • 5 Informationsschwerpunkte mit 11 DDC4200-Zentralen
  • 5000 physikalische Datenpunkte
  • Integration von Drittanbietern: 1 Geothermie-Anlage mit 60 Erdsonden
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