Stadtforum Dresden
Das Stadtforum Dresden steht für moderne Verwaltung und zeitgemäße Architektur in Sachsen. © Julian Daiber

Als eines der modernsten Verwaltungsgebäude in Sachsen setzt das Stadtforum Dresden neue Standards für digitale Gebäudetechnik und nachhaltigen Betrieb. Auf 20.500 m² Nutzfläche vereint das in BNB-Silber-zertifizierte Behördenzentrum neun Ämter der sächsischen Landeshauptstadt mit rund 1.500 Mitarbeitenden unter einem Dach – darunter Stadtentwicklung, Hochbau, Umwelt und Verkehr. Gleichzeitig dient der Neubau als offenes Forum für den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern und unterstreicht den Anspruch der Stadt auf eine transparente, serviceorientierte Verwaltung. Neben dem lichtdurchfluteten Eingangsfoyer mit offener „Agora“ bieten zwei begrünte Innenhöfe eine großzügige Atmosphäre.

Versteckt im Hintergrund, aber von großer Bedeutung für hohe Aufenthaltsqualität, Wohlbefinden und gesundes Arbeiten in allen Räumen, arbeitet die smarte Gebäudeautomation von Kieback&Peter: Das digitale System koordiniert die Anlagen für Heizung, Klimatisierung und Lüftung und sorgt rund um die Uhr für einen energieoptimierten, nachhaltigen und klimafreundlichen Betrieb.

Smart Building im Stadtforum: Gebäudeautomation für perfektes Raumklima in 250 Räumen

Das BNB-Zertifikat in Silber bestätigt die hohen Standards des Stadtforums Dresden in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ǀ © Julian Daiber

„Die Gebäudeleittechnik für das Stadtforum war eine sehr spannende Aufgabe und eine der größten technischen Herausforderungen in meiner 30-jährigen Tätigkeit“, sagt Frank Schumann. Er ist Vertriebsingenieur der Kieback&Peter Niederlassung Dresden und hat mit seinem Team in einer Bauzeit von 2 Jahren alle gebäudetechnischen Anlagen in einem komplexen digitalen System integriert.

Die Regelung sorgt dafür, dass in den rund 250 Büros, Konferenzräumen, Besprechungszonen, dem öffentlich zugänglichen Mitarbeiterrestaurant und im Untergeschoss zu jeder Zeit angenehme Temperaturen herrschen und die Luft „frisch“ ist. Dazu hat das Team rund 7.000 technische Bauteile unterschiedlicher Hersteller durch das Kommunikationsprotokoll BACnet vernetzt und mit den leistungsfähigen Controllern des Typs DDC4000 von Kieback&Peter in Automationsschwerpunkten (ASP) verbunden.

Das intelligente System sorgt unter anderem mit den Messwerten von Temperatur-, CO2-, Druck- und Volumenstrom-Sensoren dafür, dass Heizungspumpen, Lüftungsventilatoren und Stellventile automatisch und jederzeit für die gewünschte Komfortatmosphäre sorgen. Es reagiert damit dynamisch auf wechselnde Nutzungsprofile und sorgt so jederzeit für optimale Raumbedingungen und Luftqualität. So profitieren die Mitarbeitenden von einem konstant angenehmen Raumklima, das konzentriertes und produktives Arbeiten unterstützt.

Enorme Kostenersparnis dank Stellantriebe „Made in Germany“

Intelligente Meetingräume mit moderner Lüftung und Gebäudeautomation sorgen für optimale Arbeitsbedingungen ǀ © Julian Daiber

Klimadecken, die über wassergeführte Flächen sowohl heizen als auch kühlen, sorgen im gesamten Verwaltungsgebäude ganzjährig für angenehme Temperaturen. Statt des üblichen 4-Leiter-Systems genügt dank der innovativen 2-Leiter-Technik nur die halbe Anlagenstruktur und das mit einem entsprechend kostengünstigeren Investitionsaufwand für den Bauherren. Ermöglicht wird dies durch die smarten MD15-Stellantriebe aus der hauseigenen Produktion von Kieback&Peter in Mittenwalde. Sie können den hydraulischen Abgleich automatisch durchführen, regeln so den passenden Volumenstrom für Heizen und Kühlen – und verbinden damit beide Funktionen in einem einzigen Kreislauf. 

Qanteon ermöglicht bedarfsgerechte und energieeffiziente Raumklimasteuerung

Projektleiterin Silke Krug in der Technikzentrale des Stadtforum Dresden ǀ © Julian Daiber

Neben der 2-Leiter-Technik sticht ein weiteres technisches Detail in dem neuen Dresdener Stadtforum heraus. „Wir sollten eine hochwertige und auch sehr nachhaltige Gebäudeautomation konzipieren und umsetzen, also möglichst energieeffizient“, erklärt Projektleiterin Silke Krug und nennt als besonders spannendes Mosaikstück der intelligenten Lösung die Regelung der Raumtemperatur in den Konferenzräumen. Sie ist über die Gebäudemanagement-Software Qanteon mit dem elektronischen Buchungssystem der Verwaltung verknüpft. Die Lüftung und Klimatisierung fährt automatisch nur dann hoch, wenn die Räume gebucht sind. Ein kleiner Baustein mit großer Wirkung für den ressourcenschonenden Betrieb des Stadtforums. 

Auch die Lüftungsanlage arbeitet äußerst emissionsarm: Sie wird CO₂-basiert geregelt und passt die Ventilatorenleistung präzise an die tatsächliche Belegung der Räume an. „Befinden sich in einem großen Besprechungsraum nur fünf Personen, wird auch nur die entsprechende Menge Frischluft bereitgestellt – anstatt der vollen Kapazität für beispielsweise 50 Menschen“, erklärt Silke Krug. „Das reduziert den Energieverbrauch, schont Ressourcen und senkt die Betriebskosten eines Verwaltungsgebäudes spürbar.“

Effiziente Gewerke-Koordination im Verwaltungsneubau

Gemeinsam für den Projekterfolg: Frank Schumann (Vertriebsingenieur) und Silke Krug (Projektleiterin) ǀ © Julian Daiber

Große Neubauprojekte sind oft durch straffe Zeitpläne geprägt. Vom Bagger in der Baugrube bis zur Fertigstellung vergingen rund drei Jahre: Die Bauzeit erstreckte sich von Januar 2022 bis März 2025. Die enge Abstimmung zwischen allen Gewerken war entscheidend für den Projekterfolg.

"Projektleiterin Silke Krug, Systemtechniker Michael Singer und das Team der Niederlassung Dresden haben die Gebäudeautomation geplant, umgesetzt und nahtlos in das Gesamtsystem integriert. Heute freuen wir uns, dass das Smart-Building-Konzept reibungslos funktioniert und Dresden um ein modernes, digital vernetztes Verwaltungsgebäude reicher ist“, resümiert Frank Schumann.

Zukunftssichere Gebäudetechnik im Stadtforum Dresden: Fokus auf Klima und Automation © Julian Daiber

Stadtforum Dresden – Technik im Überblick

  • Digitale Vernetzung von Heizung, Klimatisierung und Lüftung in einer zentralen Automationslösung 
  • Integration von 7.000 physikalischen Datenpunkten in 13 Automationsschwerpunkten (ASP)
  • Vernetzung von 22 Controllern der Typen DDC4020e bzw. DDC4040e
  • Integration von Raumbediengeräten, Ventilantrieben und variablen Volumenstromreglern mittels BACnet-MS/TP
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